Insel Molokai - Hawaii Reiseziel für Naturliebhaber
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Insel Molokai

Die einsame und ruhige Insel wird Molokai gern genannt. Kein Wunder, beschert sie ihren Gästen beeindruckende Naturlandschaften und wunderschöne Strände, über die bisher keine Touristenscharen hergefallen sind. Molokai ist ein wahres Paradies für alle, die authentische Naturerlebnisse und ursprüngliche Ruhe suchen, fernab von den überlaufenen Hawaii-Hotspots wie Oahu oder Maui.
Stattdessen kann man auf ausgedehnten Wanderungen die atemberaubenden Landschaften für sich entdecken und genießen. Wanderungen lohnen sich etwa auf der Halbinsel Kalaupapa Peninsula, einem historischen Ort mit spektakulären Ausblicken und einer faszinierenden Geschichte rund um die Lepra-Kolonie. Das Halawa Valley ist ein weiteres Highlight, das mit seinen üppigen tropischen Pflanzen und mehreren Wasserfällen beeindruckt, darunter auch der mit circa 122 Metern höchste Wasserfall des Hawaii-Archipels. Hier können Sie geführte Touren mit lokalen Guides unternehmen, die Ihnen die Kultur und Geschichte der Insel näherbringen.
Weiterhin ist der Palaau State Park ein Muss für Naturliebhaber, mit dem berühmten Kalaupapa Lookout, der einen atemberaubenden Panoramablick auf die zerklüftete Küste und die Klippen bietet. Ein weiterer markanter Ort ist der Phallic Rock, ein geologisches Naturdenkmal, das nicht nur wegen seines Namens, sondern auch wegen seiner beeindruckenden Form bekannt ist. Die beiden Naturschutzgebiete Moomomi Beach und Kamakou bieten zudem ruhige Rückzugsorte für Vogelbeobachter und Pflanzenliebhaber und sind wichtige Lebensräume für seltene einheimische Arten.
Beeindruckende Landschaftsimpressionen erwarten Sie zudem an der Nordküste von Molokai. Nehmen Sie am besten an einer Bootstour teil und bestaunen Sie die höchsten Meeresklippen der Welt, die sich bis zu 900 Metern steil aus dem Pazifik erheben. Die unberührte Pali Coast offenbart sich nur vom Wasser aus und bietet atemberaubende Fotomotive und spektakuläre Naturerlebnisse, die Sie so schnell nicht vergessen werden. Diese Bootstouren bieten zudem oft Möglichkeiten zum Schnorcheln an abgelegenen Korallenriffen und zum Beobachten von Meerestieren wie Delfinen und Meeresschildkröten.
Zum Schwimmen, Schnorcheln und Windsurfen eignet sich die ruhige Südküste von Molokai, die von einem langen Wallriff vor der tosenden Brandung des Pazifiks geschützt wird. Hier finden Sie flache, geschützte Buchten mit kristallklarem Wasser, die auch für Familien und weniger erfahrene Schwimmer ideal sind. Für Surfer bietet dagegen die Ostküste mit ihren hohen Wellen und starken Strömungen ideale Bedingungen, vor allem in den Wintermonaten. Auch Kajakfahrer und Stand-Up-Paddler können hier spannende Abenteuer erleben, allerdings sollten sie die lokalen Bedingungen gut kennen.
Familien mit Kindern finden unter anderem im One Alii Park und Kakahaia Beach Park sehr gute Schwimmmöglichkeiten, Spielplätze und Picknickplätze. Diese Parks sind perfekt für entspannte Tage am Meer und bieten oft auch schattige Plätze unter Kokospalmen.
Neben Tauchen, Angeln und Kajakfahren bietet Molokai auch zu Lande viele Urlaubsvergnügungen. Die Insel ist ideal für Radfahren auf gut ausgebauten Wegen, Reiten durch die weiten Ebenen und entlang der Küste, Tennis auf gepflegten Plätzen oder Golfen mit traumhaftem Blick auf den Ozean. Naturliebhaber und Wanderfreunde kommen natürlich voll auf ihre Kosten, etwa auf dem Kamakou Preserve Trail oder bei einer anspruchsvolleren Tour zum Mau‘umae Ridge, wo sich seltene Pflanzenarten finden lassen.
An historischen Sehenswürdigkeiten entdecken Sie die Fischteiche wie den Kakahaia Pond, die die Inselbewohner vor hunderten von Jahren anlegten, um nachhaltig Fischbestände zu sichern. Die Damien Churchs im Kalaupapa National Historic Park erinnern an den berühmten Pater Damien, der sich in der Lepra-Kolonie für die Kranken aufopferte. Ebenfalls sehenswert ist die R.W. Meyer Sugar Mill im Molokai Museum and Cultural Center, eine eindrucksvolle Erinnerung an die Zeit der riesigen Zuckerrohrplantagen, die einst die lokale Wirtschaft dominierten. Hier erfahren Besucher viel über die Geschichte der Insel und ihrer Bewohner.
Beeindrucken wird Sie weiterhin das Wasserreservoir von Kualapu’u, welches als das größte auf der Welt gilt und eine wichtige Rolle für die Wasserversorgung der Insel spielt. Die Anlage ist zudem ein interessanter Ort für Technik- und Ingenieurbegeisterte.
Für die Anreise nach Molokai stehen regelmäßige Flüge vom Festland der USA und von anderen hawaiianischen Inseln wie Oahu und Maui zur Verfügung. Am Flughafen Molokai (MKK) können Sie Mietwagen anmieten, die sich ideal für Erkundungstouren über die Insel eignen. Die Straßen sind gut ausgebaut, aber aufgrund der hügeligen Landschaft und der schmalen Küstenstraßen ist vorsichtiges Fahren angeraten. Alternativ können Sie auch Fähren von Maui aus nehmen, die Ihnen eine eindrucksvolle Fahrt über das Meer bieten.
Molokai ist ein echtes Highlight für Ruhesuchende, Naturfreunde und alle, die das authentische Hawaii erleben möchten. Hier finden Sie die perfekte Mischung aus Abgeschiedenheit, atemberaubender Natur, vielfältigen Outdoor-Aktivitäten und kulturellen Entdeckungen.
Klima & Wetter
Auf den Hawaii-Inseln herrscht das ganze Jahr über Sommer – einen verregneten Herbst oder kalten Winter kennt man hier gar nicht. Stattdessen begrüßen Sie Sonnenschein satt und angenehme Temperaturen zwischen 21 und 28 Grad Celsius. Die Regenwahrscheinlichkeit variiert je nach Ort und Zeit. Allgemein lässt sich sagen, dass der Süden eher trocken, der Norden dagegen eher feucht ist, da sich hier aufgrund der Passatwinde die Wolken an den Berghängen abregnen.
Molokai zeichnet sich durch ein tropisches Klima mit zwei Hauptjahreszeiten aus: eine trockene Periode von April bis Oktober und eine feuchtere von November bis März. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über mild und stabil, mit durchschnittlichen Höchstwerten von etwa 27 bis 29 Grad Celsius im Sommer und 22 bis 25 Grad Celsius im Winter.
Die niederschlagsreichsten Monate sind Dezember und Januar, vor allem im Norden und Osten der Insel, wo die Bergregionen regelmäßig von Schauern profitieren und so die üppige Vegetation gedeiht. Der westliche Teil Molokais bleibt hingegen meist sonnig und trocken, was ihn ideal für Outdoor-Aktivitäten macht.
Für Urlauber ist die Zeit von April bis September besonders empfehlenswert, wenn die Insel mit viel Sonne verwöhnt wird und die Wellen an der Ostküste ideal für Surfer sind. Wer hingegen die üppige Natur in voller Blüte erleben möchte, kann auch die Wintermonate wählen, sollte aber mit gelegentlichen Regenschauern rechnen.
Die Wassertemperaturen des Pazifiks um Molokai liegen das ganze Jahr über angenehm warm zwischen 23 und 27 Grad Celsius, perfekt für Schwimmen, Schnorcheln und andere Wassersportarten.
Land und Leute
Die Insel Molokai mit ihrer insgesamt 142 Kilometer langen Küstenlinie erstreckt sich 61 Kilometer in der Länge und 16 Kilometer in der Breite. Ihre Hauptstadt nennt sich Kaunakakai und befindet sich im Süden der Insel. Als fünftgrößte Insel des Hawaii-Archipels bietet sie rund 7.400 Bewohnern ein Zuhause und verspricht ihren Urlaubsgästen Ruhe und Erholung fernab von jeglichen Massentourismus und inmitten einer unberührten Natur.
Ihre Landschaft präsentiert sich dabei äußerst facettenreich. Der westliche Teil der Insel ist eher trocken und beherbergt endlose Sanddünen und den längsten Strand des Hawaii-Archipels, den Papohaku Beach, der mit seinen drei Kilometern Länge zu den größten weißen Sandstränden Hawaiis zählt und perfekt für ausgedehnte Strandspaziergänge, Picknicks und Sonnenbäder ist.
Der Norden hingegen besticht mit seiner imposanten Felsenlandschaft und kleinen, immergrünen Tälern, die von Einheimischen oft als „das grüne Herz von Molokai“ bezeichnet werden. Hier finden Sie zahlreiche kleine Gemeinden mit traditioneller hawaiianischer Kultur und einen Einblick in das ländliche Inselleben.
Der Osten Molokais ähnelt sehr der nördlichen Berglandschaft und ist geprägt von steilen Klippen und üppigen Regenwäldern. Die tosenden Brandungen, die hohen Wellen und die starken Strömungen an der Ost- und Westküste stehen im Kontrast zur ruhigen und flachen Südküste, welche von einem langen Wallriff geschützt wird und so eine sichere Bademöglichkeit bietet.
Das Landesinnere, gerade das Zentrum, wird derweil von Kiefernwäldern, üppiger Vegetation und Plantagen bedeckt. Tatsächlich bildet die Landwirtschaft nach wie vor die Haupteinnahmequelle der Inselbewohner, so dass Sie auf Ihrer Rundreise auf zahlreiche Farmen und Ranchanlagen treffen werden, die unter anderem Ananas, Kaffee und Macadamianüsse produzieren.
Die Bewohner Molokais sind für ihre freundliche und bodenständige Art bekannt. Die kulturelle Identität der Insel ist geprägt von hawaiianischen Traditionen, die hier besonders lebendig erhalten werden. Viele Einwohner engagieren sich aktiv für den Schutz der natürlichen Ressourcen und die Bewahrung ihrer kulturellen Wurzeln.
In Kaunakakai, dem charmanten Hauptort, finden Sie kleine lokale Geschäfte, Märkte mit frischen Produkten und traditionelle Handwerkskunst. Hier erleben Besucher das echte Inselleben und können mit den Einheimischen in Kontakt kommen. Die geringe Bevölkerungszahl trägt dazu bei, dass sich Molokai seinen authentischen Charakter bewahrt hat und Besucher sich schnell willkommen fühlen.
Molokai ist somit nicht nur ein Ort für Naturliebhaber, sondern auch für alle, die das hawaiianische Lebensgefühl in seiner ursprünglichsten Form erleben möchten. Die Kombination aus beeindruckender Natur, einer überschaubaren, herzlichen Gemeinschaft und einer tief verwurzelten Kultur macht die Insel zu einem ganz besonderen Reiseziel.
