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Insel Lanai Hawaii - USA Reisen an sonnige Strände

Insel Lanai

Das Eiland Lanai gehört zu den kleineren Hawaii-Inseln und zieht aufgrund ihrer Einsamkeit und Ruhe gerade Erholungssuchende an. Aber auch Tagesausflügler kommen gern hierher, um die unerschlossene Natur der Insel auf ausgiebigen Wanderungen zu genießen und kennen zu lernen.

So erstreckt sich etwa im Nordwesten Lanais das Kanepuu-Naturschutzgebiet mit dem uralten Trockenland Wald, der ein bedrohtes Ökosystem darstellt, das unter dem besonderen Schutz der Nature Conservancy of Hawaii steht. Kein Wunder, gedeihen doch in dem umzäunten Areal  höchst seltene Pflanzenarten, wie der Gardinenbaum und der Dryland Nau. Ebenfalls im Kanepuu Nationalpark entdecken Hobby-Mineralogen den Garden of the Gods, eine einzigartige Sammlung von Gesteinen, die in allen möglichen Farben schimmern. Diese faszinierende Landschaft mit ihren bizarren Felsformationen und farbenfrohen Mineralien zieht jährlich zahlreiche Besucher an, die das Naturschauspiel bewundern und fotografieren möchten.

Der Süden Lanais wird hingegen von der fruchtbaren Weidelandschaft der Hochebene Palawai Basin geprägt. In den 1930er Jahren wurde hier die größte Ananasplantage der Welt angebaut, weswegen Lanai bis heute den Beinamen Ananasinsel trägt. Die weiten Ebenen bieten heute nicht nur landwirtschaftliche Nutzung, sondern auch hervorragende Bedingungen für Reit- und Geländewagentouren, bei denen Sie die ursprüngliche Inselnatur hautnah erleben können.

Aus dieser Zeit stammt auch die heutige Hauptstadt Lanai City. Sie liegt im Zentrum der Insel und ist bis heute die einzige Stadt auf Lanai. Das charmante Städtchen mit seinen historischen Gebäuden, kleinen Boutiquen und lokalen Galerien lädt zum Bummeln und Verweilen ein. Die Architektur spiegelt den Plantagenstil vergangener Zeiten wider und verleiht Lanai City einen unverwechselbaren Charakter. Dagegen entdecken Neugierige an der nordöstlichen Küste die hawaiianische Geisterstadt Keomuku Village, deren Hauptattraktion eine Kirche aus dem 19. Jahrhundert ist. Die verlassene Siedlung erzählt spannende Geschichten über das frühere Inselleben und bietet mit ihren Ruinen einen faszinierenden Einblick in die Vergangenheit.

Kahalepalaoa ist ein heiliger Ort, an dem sich ein altes Heiau sowie ein buddhistischer Tempel befinden. Dieser spirituelle Platz ist ein Zeugnis der kulturellen Vielfalt und der tiefen Verbundenheit der Inselbewohner mit ihrer Geschichte und Religion. Hier können Besucher mehr über die traditionellen Glaubensrichtungen Hawaiis erfahren.

Am besten erkunden Sie die nahezu unberührte Insel Lanai auf dem rund 13 Kilometer langen Munro Trail, der Sie durch Regenwälder bis hinauf auf den über 1.000 Meter hohen Berg Lanaihale geleitet, der zugleich der höchste Berg der Insel ist. Von seinem Gipfel aus genießen Sie spektakuläre Panoramablicke über das gesamte Archipel und können bei klarer Sicht sogar die Nachbarinseln Maui und Molokai sehen. Der Weg bietet abwechslungsreiche Landschaften und ist ideal für Wanderer aller Schwierigkeitsgrade.

Oder Sie wandern den Fisherman Coastal Trail im Südwesten entlang und entdecken in der alten hawaiianischen Siedlung Kaunolu die beiden heiligen Stätten Heiau und Halulu. Diese historische Route führt entlang der Küste mit beeindruckenden Ausblicken auf das Meer, versteckten Buchten und archäologischen Stätten, die Einblicke in das Leben der Ureinwohner geben.

Aufgrund der starken Strömungen und scharfkantigen Riffs eignen sich tatsächlich nur wenige der herrlichen Sandstrände von Lanai zum Baden. Dafür sieht und erlebt man an ihnen viel mehr: am berühmten Polihua Beach etwa legen Schildkröten ihre Eier ab, ein Naturereignis, das Naturliebhaber fasziniert und das Sie mit etwas Glück beobachten können. Die Manele Bay beherbergt den einzigen Bootshafen der Insel und ist Ausgangspunkt für Bootsausflüge, beispielsweise zu nahegelegenen Schnorchelspots oder zur Walbeobachtung in den Wintermonaten. Am Kaiolohia Beach bestaunen Sie einige imposante Schiffsfracks und Felsenmalereien, die von der reichen Geschichte der Insel zeugen.

Zum Schwimmen, Schnorcheln, Surfen und anderen Wasservergnügungen laden der wunderschöne Lopa Strand im Osten sowie die Hulopoe Bay im Süden ein, welche zu dem Wasserschutzgebiet Marine Life Conservation District gehört. Während der Ebbe entsteht hier ein natürliches Aquarium, ein Gezeitentümpel (tide pool), in dem sich die Spinnerdelphine und andere Meeresbewohner gut beobachten lassen. Die ruhigen Gewässer und die reiche Unterwasserwelt machen die Hulopoe Bay zu einem der besten Schnorchelplätze Hawaiis.

Als weitere attraktive Freizeitmöglichkeiten empfehlen wir Reiten in den Hügeln von Koele, wo Sie mit etwas Glück seltene Vögel beobachten können. Bogen- und Tontaubenschießen im Lanai Pine Sporting Clays bieten spannende Herausforderungen für Sportbegeisterte. Golfspielen ist auf der Insel ebenfalls ein Highlight mit zwei erstklassigen Plätzen: dem anspruchsvollen Challenge at Manele Golfplatz mit Meerblick und dem abwechslungsreichen Koele Golf Course & Clubhouse inmitten von Kiefernwäldern.

Als Ihr vorübergehendes Zuhause empfangen Sie die zwei Luxushotels Lodge at Koele und Manele Bay Hotel sowie das alte Hotel Lanai im Plantagenstil. Diese Unterkünfte bieten exklusiven Komfort, erstklassigen Service und eine gelungene Mischung aus Moderne und traditionellem hawaiianischem Flair, ideal um den Tag voller Erlebnisse entspannt ausklingen zu lassen.

Die Anreise nach Lanai erfolgt meist über den Flughafen Lanai oder per Fähre von Maui aus, was die Insel trotz ihrer Abgeschiedenheit gut erreichbar macht. Vor Ort empfiehlt sich die Anmietung eines Geländewagens, um die vielfältigen Landschaften, versteckten Strände und historischen Stätten bequem zu entdecken.

Klima & Wetter

Auf der gerade einmal 365 Quadratkilometer großen Insel Lanai finden Reisende unterschiedliche Höhenlagen vor, in denen jeweils unterschiedliche klimatische Bedingungen herrschen. Während das Thermometer an den Küsten regelmäßig hohe Temperaturen anzeigt und die Luft hier sehr trocken ist, geht es im Landesinneren aufgrund der schützenden Bergezüge etwas frischer zu. Im Jahresdurchschnitt liegen die Temperaturen zwischen 19 und 22 Grad Celsius. Zudem zählt die Insel Lanai trotz der stetigen Passatwinde eher zu den trockenen Inseln des Archipels. Tatsächlich misst man gerade einmal 94 Zentimeter Niederschlag im Jahr.

Die Wintermonate von Dezember bis Februar sind auf Lanai vergleichsweise mild mit Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad Celsius. Diese Zeit ist ideal für Outdoor-Aktivitäten, da die Luftfeuchtigkeit gering ist und nur gelegentlich sanfte Regenschauer fallen. Im Frühling steigen die Temperaturen langsam an und bewegen sich meist zwischen 20 und 24 Grad, was für angenehme Wanderungen und Strandtage sorgt.

Der Sommer von Juni bis August bringt warmes, trockenes Wetter mit Höchsttemperaturen von bis zu 28 Grad. Die Passatwinde sorgen für eine angenehme Brise, die Hitze wird dadurch gut gemildert. Diese Jahreszeit eignet sich perfekt für Wassersportarten wie Schnorcheln oder Surfen. Der Herbst ist ähnlich warm und trocken, mit Temperaturen zwischen 22 und 27 Grad, und gilt als eine der besten Reisezeiten für Lanai, da das Wetter stabil bleibt und die Natur in voller Blüte steht.

Durch die verschiedenen Mikroklimata auf Lanai ist es möglich, an einem Tag sowohl trockene Küstenregionen als auch feuchtere, grüne Gebiete im Inselinneren zu erleben. Wanderer sollten daher immer auf wechselnde Bedingungen vorbereitet sein. Insgesamt ist Lanai ein ganzjährig attraktives Reiseziel mit mildem und angenehmem tropischem Klima, das sich hervorragend für Natur- und Aktivurlauber eignet.

Klimatabelle Insel Lanai
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Lufttemperatur Wassertemperatur
☀ Std.311308346350396375400382351337310304
☂ mm11345291364356281729472650

Land und Leute

Die Insel Lanai blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Sie wurde erst im 14. Jahrhundert von den Ureinwohnern des Hawaii-Archipels besiedelt. Etwa vier Jahrhunderte später trafen die ersten Missionare und Mormonen ein, aber auch Chinesen, die auf den Zuckerrohrplantagen Arbeit fanden. In den 1920er Jahren wurde sie von James Dole gekauft, der auf ihr riesige Ananasplantagen anlegte. Heute ist sie zu 98 Prozent im Besitz des Unternehmens Castle & Cooke, das die entlegene Insel Lanai in einen fantastischen Urlaubspark verwandelte, ohne dabei die vielfältige Flora und Fauna zu gefährden.

Im Landesinneren liegt der Hauptort Lanai City zu Füßen einiger Berge und ist von einem dichten Tannenwald umgeben. In Lanai City selbst leben heute nahezu alle der rund 3.200 Inselbewohner. Reisende können hier zudem durch einige Läden bummeln und die bezaubernden Hausgärten bestaunen. Die enge Gemeinschaft pflegt traditionelle hawaiianische Bräuche und empfängt Besucher mit herzlicher Gastfreundschaft.

Die Einwohner von Lanai sind stolz auf ihre kulturelle Vielfalt, die sich in zahlreichen Festen und Veranstaltungen widerspiegelt. Dazu zählen beispielsweise traditionelle Hula-Tänze, Musikveranstaltungen und Kunsthandwerksmärkte, die das reiche Erbe der Insel präsentieren. Gleichzeitig engagieren sich die Bewohner stark für den Schutz der natürlichen Ressourcen und den Erhalt der historischen Stätten.

Die Insel ist geprägt von einer ruhigen, entspannten Lebensweise, die sich von den belebteren Tourismuszentren Hawaiis deutlich unterscheidet. Besucher schätzen besonders die authentische Atmosphäre und den direkten Kontakt zu den Einheimischen, der bei Ausflügen, kulturellen Erlebnissen und geführten Touren möglich ist.

Neben dem Tourismus spielt heute auch die nachhaltige Landwirtschaft eine wichtige Rolle, wobei lokale Produkte wie tropische Früchte und handwerkliche Erzeugnisse angeboten werden. Die enge Verbindung zwischen Land und Leuten macht Lanai zu einem ganz besonderen Reiseziel, das weit mehr als nur Natur und Strände zu bieten hat.